Mein Bericht über die Besteigung des Kebnekaise (höchster Berg Schwedens, 2.104m)

Wir reisten mit dem Zug nach Kiruna an und nahmen von dort den Bus in das 62 Kilometer entfernte Touristendomizil Nikkaluokta.  Von dort aus geht es 19 Kilometer zu Fuß zur Kebnekaise Fjällstation, dem Ausgangspunkt der meisten Besteigungen des Kebnekaise. Wir entschieden uns dazu, einen Kilometer vor der Station unsere Zelte aufzuschlagen.

Der erste Versuch den Kebnekaise am folgenden Tag zu besteigen endete bereits nach dem besagten einen Kilometer, nämlich als wir uns den Wetterbericht in der Kebnekaise Fjällstation anschauten. Stattdessen erkundeten wir die Umgebung unseres Zeltplatzes und ich machte einen Abstecher nach Tarfala.

Am Sonntag  dem 16. August war es dann so weit. Wir entschlossen uns trotz der nicht so guten Wettervorhersage einen Versuch zu wagen. Nach kurzer Zeit fing es an zu regnen und erst als wir die Höhe der Wolken erreichten wurde es besser. Über nasse Geröllfelder ging es bis zu einem Sattel vor dem Vierranvárri, einem Hügel den man vor dem Kebnekaise überwinden muss. Ab dort fing es an zu schneinen. Uns kamen ab diesem Punkt immer wieder Gruppen entgegen, die uns berichteten, dass sie vor dem Gipfel aufgrund des schlechten Wetters umgekehrt waren. Wir entschlossen uns aber es weiter zu versuchen. Auf dem Vierranvárri gibt es eine riesige Steinmännchensammlung, die wie Gespenster aus dem Nebel auftauchten.

Nachdem man wieder 200 Höhenmeter hinter dem Vierranvárri absteigt, geht es endlich wirklich auf den Kebnekaise. Inzwischen waren gut 10 cm Schnee gefallen und wir liefen durch eine absolut weiße Welt. Kurz vor dem Gipfel stehen zwei Schutzhütten. Wir gingen in eine hinein und trafen eine Gruppe, die ebenfalls auf dem Weg nach oben war. Zusammen ging es dann weiter gen Gipfel. Gegen 14 Uhr erreichten wir nach 5 Stunden Aufstieg den Gipfel. Dank des Neuschnees war das Begehen des Gipfelgletschers kein großes Problem. Auf dem Gipfel selbst sahen wur nur Weiß, in alle Richtungen.

Als wir uns an den Abstieg machten, rissen die Wolken auf und gaben die Sicht auf die um uns liegenden Berge frei.

Das Glück sollte aber nicht zu lange halten und bald fing es wieder an zu schneien und weiter unten zu regnen. Hinter dem Vierranvárri kürzten wir ein Geröllfeld durch eine Abfahrt über ein Schneefeld ab. Statt der halben Stunde die wir für dieses Stück nach oben gebraucht hatten, waren wir in 3 Minuten unten. Außerdem hatten wir enormen Spaß dabei.

Auf dem Weg zurück kehrten wir noch in der Kebnekaise Fjällstation ein, um uns zu trocknen und einen Tee zu trinken. Nach 10 Stunden Wanderung und fast 2000 überwundenen Höhenmetern kamen wir wieder bei unseren Zelten an.

Am folgenden Tag ging es wieder über Nikkaluokta zurück nach Kiruna.

Eine vollständige Galerie mit weiteren Bilder findet sich unter Galerien

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