Die nächsten Tage verbrachten wir in 3 weiteren Lagern auf dem Isteren. Einmal bestiegen wir einen Berg zwischen Isteren und Femund.Von dort hatten wir eine gute Aussicht auf die beiden Seen.


Auf einer Hochebene, vor uns der Zielgipfel


Femund


Isteren


Ein anderer Tag zeichnete sich dadurch aus, dass er der Wolkenverhangeste in unserer Zeit dort war.

Immerhin hat es nicht viel geregnet, es war “nur” bewölkt. Aber es ging den ganzen Tag so. Das war gleichzeitig unsere letzte Nacht am Isteren. Am folgenden Tag sind wir auf den Trysilelven, bis zum Einfluss der Sölna gefahren. Da wir auch an diesem Tag recht spät aufgebrochen waren, und wir unbedingt noch den Einfluss der Sölna erreichen wollten, waren wir bis 8 Uhr abends auf den Booten unterwegs. Der Grund für die längere Fahrt war die geplante Besteigung des Sölentoppen, den man entlang der Sölna erreicht.Weil es bereits dunkel war, als endlich die Zelte aufgebaut waren, gab es nur noch eine Suppe zum Abendessen. Dann begann das Warten auf gutes Wetter für die Besteigung. Der 2. Tag am Trysilelven begann zuerst regnerisch, gegen Nachmittag wurde das Wetter aber besser. Am Nachmittag erkundeten wir die Gegend. Der nächste Tag begann gleich so, wie der vorige aufgehört hatte, deswegen beschlossen wir aufzubrechen. Zunächst führte uns unser Weg entlang der Sölna. Dort kommt man auf nicht markierten Trampelpfaden recht gut voran.


Nach knapp 2 Stunden kamen wir am Sölensjöen an, dem See am Fuße des Sölentoppen. Von dort bogen wir vom Ufer ab und gingen querfeldein. Dank dem recht steinigen Gelände kommt man ganz gut vorwärts.


Der Sölensjöen


und der Sölentoppen, das ist der spitze Berg in der Mitte. Insgesamt hatten wir rund 1000 Höhenmeter zu überwinden. Kurz vor dem Anstieg gab es noch einmal eine Erfrischung. Das Wasser kann man übrigens überall aus allen Seen und Flüssen trinken.
Danach ging es dann steil bergauf!


Zwischendurch gab es auf einem Sattel eine Pause vor grandioser Kulisse. Dort ließen wir unsere Rucksäcke zurück und gingen den Rest ohne Gepäck zum Gipfel.

no images were found


Bitte entschuldigt die etwas seltsam dreinschauenden Gesichter, denn wir waren hauptsächlich mit Essen beschäftigt.


Blick vom Gipfel den Nordhang hinunter.

Auf dem Rückweg hatten wir uns leider für einen Weg über einen Hügel entschieden. Nach einer Zeit gelangten wir aber in ein Geröllfeld mit riesigen Felsen, so dass wir immer von Fels zu Fels springen mussten, was über mehrere Stunden sehr anstrengend ist. Am Abend erreichten wir gegen viertel 10 total erschöpft wieder unseren Zeltplatz.

Am Tag darauf begann unsere letzte Etappe (zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz klar, da wir die Option hatten zu verlängern) auf der Trysilelva.

no images were found


Gruppenbild vor der letzten Etappe

Die letzte Etappe führte uns noch einmal über einige spannende Wildwasserstellen. Zwischen WW II und WW III+ war alles dabei. Die gefährlichste Stelle war dabei relativ unspektakulär, da sie lediglich aus einer Walze über fast die gesamte Flussbreite bestand. Sicherheitshalber fuhr unser erfahreneres Team die beiden Boote über diese kurze Strecke.

Unsere Fahrt endete dann mit einer letzten Wasserrutsche am Elvbrufossen. Der Fluss zwängt sich dort unter einer Brücke durch, weswegen man auch gut Fotos machen kann.

Technisch war die Stelle eher einfach, da die Trysilelva zu dem Zeitpunkt relativ wenig Wasser führte. Es hat aber riesig Spaß gemacht.

Am nächsten Tag trampte ein Team zum Auto und wir fuhren am frühen Nachmittag wieder richtung Oslo.

Fazit: Es war eine sehr lohnenswerte Tour. Man braucht keine besondere Ausrüstung, sollte aber doch auf einige Eventualitäten vorbereitet sein. Vor allem lohnt es sich, alles zum Leben notwendige dabei zu haben. Dazu gehören zum Beispiel auch Müllsäcke, um den selbst produzierten Müll wieder mitzunehmen. Es gibt immer wieder Straßen, die man auch zu Fuß innerhalb einiger Stunden erreichen kann. Von dort aus kann man notfalls auch mal zum nächsten Markt oder so trampen. Menschen trifft man unterwegs auf dem Wasser nicht sehr viele. Das Wetter ist häufig sehr wechselhaft, d.h. mit Regenschauern kann man eigentlich täglich rechnen. Allerdings sind die meistens so kurz, dass man nicht einmal richtig nass wird, oder dann schnell wieder trocknet. Wenn ein Wind weht, was häufig an den Seen der Fall ist, dann kann es gefühlt relativ kalt werden. Über einigermaßen warme Kleidung (uns fehlten zum Beispiel Mützen) freut man sich dann.

Nachtrag: Manchmal schreibe ich Trysilelva, manchmal Trysilelven. Das ist ein und der selbe Fluss.

Leave a reply

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>